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Innere Unruhe

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Innere Unruhe überwinden: Ursachen, Symptome und effektive Strategien

Das Wichtigste in Kürze:

  1. Innere Unruhe ist ein häufiges Symptom, das sich durch körperliche (wie Herzrasen, Schwitzen) und psychische Beschwerden (wie Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme) äußert und bei etwa einem Viertel der deutschen Bevölkerung regelmäßig auftritt.

  2. Die häufigsten Ursachen sind chronischer Stress und Überlastung, wobei der Körper mit der Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) reagiert. Auch organische Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) können ursächlich sein.

  3. Bestimmte Substanzen wie Koffein, Nikotin oder Alkohol können innere Unruhe verstärken. Besondere Vorsicht ist bei Beruhigungsmitteln geboten, da diese langfristig die Symptomatik verschlimmern können.

  4. Bewährte Behandlungsstrategien umfassen verschiedene Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Yoga und Autogenes Training sowie pflanzliche Heilmittel (z.B. Baldrian, Passionsblume).

  5. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder wenn Selbsthilfemaßnahmen keine Linderung bringen. Dies gilt besonders bei zusätzlichen Symptomen wie Depressionen oder Bluthochdruck.

Ursachen für innere Unruhe: Was kann Nervosität und innerer Anspannung auslösen?

Stress und Überlastung als Auslöser für innere Unruhe

Eine aktuelle Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse zeigt: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung leidet häufig unter Stress, wobei Frauen im Durchschnitt stärker betroffen sind als Männer [1]. Aus evolutionärer Sicht sind Stressreaktionen zunächst lebenswichtige Aktivierungsmuster, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Dabei werden Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die zu einer erhöhten Herzfrequenz, gesteigertem Blutdruck und beschleunigter Atmung führen [1].

Besonders belastende Lebenssituationen wie der Verlust von nahestehenden Personen, beruflicher Stress oder eine Scheidung können starke innere Unruhe auslösen [2]. Der Körper reagiert auf diese Stressoren, indem er Energie aus den Speichern der Leber, der Muskeln sowie des Fettgewebes freisetzt. Gleichzeitig werden Funktionen, die nicht dem unmittelbaren Überleben dienen - wie Verdauung und Libido - in ihrer Aktivität herabgesetzt [1].

Während kurzfristige Belastungen das Immunsystem durchaus positiv stimulieren können, führt chronischer Stress zu einer Schwächung der immunologischen Abwehr. Menschen in anhaltenden Belastungssituationen neigen zudem verstärkt zu gesundheitsschädigendem Verhalten wie übermäßigem Alkoholkonsum oder ungesunder Ernährung [1].

Substanzen und Medikamente, die innere Unruhezustände auslösen

Ein zu hoher Konsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol kann innere Unruhe begünstigen [3]. Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln geboten: Sowohl deren Nebenwirkungen als auch mögliche Entzugserscheinungen können zu verstärkter innerer Unruhe führen [2].

Schon gewusst?Alkohol und Beruhigungsmittel verstärken langfristig Ängste und innere Unruhe, da das Gehirn nicht lernt, belastende Situationen selbständig zu bewältigen [4].

Körperliche Erkrankung als Ursache für innere Unruhe

Innere Unruhe beschreibt einen Zustand der inneren Anspannung, in dem Betroffene oft Schwierigkeiten haben, sich auszuruhen oder zu entspannen. Eine häufige organische Ursache für innere Unruhe ist die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) [5]. Diese äußert sich durch typische Symptome wie schnellen Puls, Herzrasen, vermehrtes Schwitzen, Gewichtsabnahme und Schlafstörungen. Auch Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen können auftreten [5].

Eine weitere körperliche Ursache kann Hypoglykämie (Unterzuckerung) sein, die neben der inneren Unruhe auch Heißhunger, Schweißausbrüche und Zittern verursacht [3]. Auch ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann zu Kreislaufstörungen und innerer Unruhe führen.

Bei der Schilddrüsenüberfunktion sind die häufigsten Auslöser die Schilddrüsenautonomie und der Morbus Basedow. Auch Entzündungen, Tumore oder eine zu hohe Jodzufuhr können mögliche Ursachen sein [5]. Je länger eine Schilddrüsenüberfunktion unbehandelt bleibt, desto stärker manifestieren sich die Symptome - im schlimmsten Fall kann dies zu einer lebensbedrohlichen thyreotoxischen Krise führen.

Symptome: Wie zeigt sich innerer Unruhe?

Physische Symptome von innerer Unruhe

Innere Unruhe und Nervosität manifestieren sich häufig durch unterschiedliche körperliche Symptome wie Zittern, Schwindel, Benommenheit und Schwächegefühle [4]. Diese körperlichen Beschwerden können von Missempfindungen und Beklemmungsgefühlen begleitet werden. Besonders in angstbesetzten Situationen treten zusätzlich Hitzewallungen, Kälteschauer und Übelkeit auf [4].

Bei vielen Betroffenen zeigen sich die Symptome besonders im Bereich des Magen-Darm-Systems. Neben Übelkeit können auch häufiger Stuhlgang und Verdauungsbeschwerden auftreten [5]. Die vegetativen Beschwerden verstärken dabei oft das Gefühl von innerer Anspannung, wodurch ein Teufelskreis entstehen kann.

Schon gewusst?
Bei einer Hyperventilation wird zu viel Kohlendioxid abgeatmet, wodurch der pH-Wert des Blutes ansteigt und der Kalziumspiegel rasch sinkt [4]. Dies kann die körperlichen Beschwerden zusätzlich verstärken.

Innere Unruhe und ihre Auswirkungen auf die Psyche

Die psychischen Auswirkungen von innerer Unruhe zeigen sich häufig durch [5]:

  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Nervosität und Anspannung

Besonders charakteristisch ist das gemeinsame Auftreten von innerer Unruhe mit Angst und Angstzuständen [2]. Die Betroffenen fühlen sich oft rastlos und haben Schwierigkeiten zur Ruhe zu kommen, was sich besonders beim Einschlafen bemerkbar macht.

Von einer krankhaften inneren Unruhe spricht man, wenn der Zustand sehr lange andauert oder häufig wiederkehrt [2]. Die Intensität der Beschwerden und der damit verbundene Leidensdruck sind dabei wichtige Unterscheidungsmerkmale zu normaler, vorübergehender Anspannung.

Innere Unruhe als Symptom einer psychischen Erkrankung

Innere Unruhe kann ein Hinweis auf verschiedene psychische Erkrankungen sein. Zu den häufigsten zählen [2]:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Demenzerkrankungen
  • Psychotische Störungen

Bei psychischen Erkrankungen tritt die innere Unruhe häufig in Kombination mit weiteren spezifischen Symptomen auf. Während bei Angststörungen vor allem körperliche Symptome im Vordergrund stehen, treten bei Depressionen zusätzlich oft Antriebslosigkeit und eine gedrückte Stimmung auf.

Effektive Methoden zur Bewältigung von innerer Unruhe und Anspannung

Wirksame Entspannungstechniken: Yoga, Meditation und Co.

Bei der Bewältigung von innerer Unruhe und Anspannung haben sich verschiedene Entspannungsmethoden als besonders wirksam erwiesen. Die Progressive Muskelrelaxation (Progressive Muskelentspannung) ermöglicht es, durch gezieltes An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen zur Ruhe zu kommen. Auch Yoga-Übungen können durch die Kombination aus Bewegung, Atmung und Meditation Körper und Geist in Einklang bringen [3].

Autogenes Training ist eine weitere bewährte Methode, die durch mentales Training einen Zustand tiefer Entspannung herbeiführt. Die regelmäßige Praxis dieser Techniken unterstützt nicht nur die akute Beruhigung, sondern verbessert auch langfristig die Fähigkeit zur Selbstregulation. Besonders effektiv ist die Kombination verschiedener Entspannungsmethoden mit regelmäßigen Spaziergängen an der frischen Luft.

Schon gewusst?
Die Wirksamkeit von Entspannungstechniken basiert auf der gezielten Aktivierung des Parasympathikus - dem Gegenspieler des aktivierenden Sympathikus. Durch regelmäßiges Training kann diese natürliche Entspannungsreaktion immer leichter ausgelöst werden.

Natürliche Heilmittel und Hausmittel bei innere Unruhe

Pflanzliche Heilmittel können eine sanfte Unterstützung bei innerer Unruhe bieten. Bewährt haben sich besonders Beruhigungstees aus [3]:

  • Baldrian
  • Passionsblume
  • Johanniskraut
  • Melisse

Ein warmes Vollbad (maximal 38 Grad) mit Lavendel oder Heublumen für 10-20 Minuten kann zusätzlich zur Entspannung beitragen [3]. Wadenwickel, 3-4 mal täglich für 20-30 Minuten angewendet, haben sich ebenfalls als hilfreich erwiesen [3].

Wann zum Arzt? Wichtige Anzeichen und Behandlungsoptionen

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder wenn Entspannungsübungen und Hausmittel keine Linderung bringen [3]. Besondere Aufmerksamkeit erfordern zusätzliche Beschwerden wie Depressionen oder Bluthochdruck - hier sollte unbedingt eine medizinische Untersuchung erfolgen.

Die effektivste Behandlung psychischer Ursachen besteht in der gezielten Konfrontation mit auslösenden Situationen und Gedanken [4]. Ein Facharzt kann abklären, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist und welche weiteren Behandlungsoptionen in Frage kommen.

Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Information und können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt. 

FAQ

  1. Was sind die häufigsten Ursachen für innere Unruhe?
    Innere Unruhe kann verschiedene Ursachen haben: Stress und Überlastung im Alltag, der übermäßige Konsum von Koffein, Nikotin oder Alkohol sowie körperliche Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Auch psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen können zugrunde liegen.

  2. Welche Symptome weisen auf innere Unruhe hin?
    Typische Symptome sind sowohl körperlicher als auch psychischer Natur. Zu den körperlichen Anzeichen gehören Zittern, Schwitzen, Herzrasen und Verdauungsbeschwerden. Psychische Symptome umfassen Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme, erhöhte Reizbarkeit und anhaltende Nervosität.

  3. Welche Entspannungstechniken helfen bei innerer Unruhe?
    Bewährte Entspannungstechniken sind die Progressive Muskelentspannung, Yoga und Autogenes Training. Diese Methoden können durch regelmäßige Anwendung die Selbstregulation verbessern und zur Aktivierung des beruhigenden Parasympathikus beitragen.

  4. Welche natürlichen Heilmittel können bei innerer Unruhe unterstützen?
    Pflanzliche Heilmittel wie Baldrian, Passionsblume, Johanniskraut und Melisse können als Tee eingenommen werden. Auch entspannende Vollbäder (max. 38°C) mit Lavendel oder Heublumen sowie Wadenwickel können beruhigend wirken.

  5. Wann sollten Sie bei innerer Unruhe einen Arzt aufsuchen?
    Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten oder wenn Entspannungsübungen und Hausmittel keine Linderung bringen. Besonders wichtig ist die ärztliche Abklärung bei zusätzlichen Symptomen wie Depressionen oder Bluthochdruck.

Quellen 

[1] Stress und Stressbewältigung (2022): unter https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/stress-und-stressbewaeltigung/ (Stand: 21.02.2025)
- Laut Forsa-Umfrage der Techniker Krankenkasse leidet rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung häufig unter Stress
- Über Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol wird der gesamte Organismus in Alarmbereitschaft versetzt
- Funktionen, die nicht dem unmittelbaren Überleben dienen, werden in ihrer Aktivität herabgesetzt (z.B. Verdauung und Libido)
- Menschen in Belastungssituationen tendieren zu gesundheitsschädigenden Verhaltensweisen wie Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel

[2] Infomaterial – Innere Unruhe (2024): unter https://www.psychenet.de/de/psychische-gesundheit/themen/innere-unruhe.html (Stand: 21.02.2025)
- Schwierige Lebenssituationen wie Verlust von nahestehenden Personen, beruflicher Stress oder Scheidung können innere Unruhe auslösen
- Innere Unruhe kann durch Nebenwirkungen oder Entzugssymptome verschiedener Medikamente, besonders Schlaf- und Beruhigungsmittel entstehen
- Innere Unruhe tritt häufig zusammen mit Angst und Angstzuständen auf
- Innere Unruhe wird erst zum Problem, wenn der Zustand sehr lange andauert oder oft vorkommt
- Psychische Erkrankungen als Ursachen: Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Demenzerkrankung, Psychotische Störungen

[3] Innere Unruhe: Ursachen, Symptome, Behandlung (2024): unter https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/innere-unruhe-ursachen-symptome-therapie/ (Stand: 21.02.2025)
- Häufigste Ursachen für innere Unruhe: Ein zu hoher Konsum von Kaffee, Nikotin oder Alkohol
- Weitere Ursachen für innere Unruhe: Hypoglykämie (Unterzuckerung) kann neben Heißhunger, Schweißausbruch und Zittern auch innere Unruhe auslösen
- Effektive Strategien: Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Meditation, Yoga oder Progressive Muskelrelaxation
- Beruhigungstees aus Baldrian, Passionsblume, Johanniskraut oder Melisse
- Warmes Vollbad (max. 38 Grad) mit Lavendel oder Heublumen für 10-20 Minuten
- Wadenwickel 3-4 mal täglich für 20-30 Minuten
- Wann zum Arzt: Wenn Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten

[4] Was tun bei innerer Unruhe und Nervosität? (2020): unter https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/was-tun-bei-nervositaet-und-innerer-unruhe-747449.html (Stand: 21.02.2025)
- Alkohol und Beruhigungsmittel verstärken langfristig Ängste und Unruhe, weil das Gehirn nicht lernt Situationen selbst zu bewältigen
- Zu den körperlichen Beschwerden zählen vegetative Symptome wie Schweißausbrüche, Herzklopfen und Zittern, Schwindel, Benommenheit und Schwächegefühle
- Atembeschwerden, Beklemmungsgefühle, Missempfindungen, Hitzewallungen und Kälteschauer, Übelkeit und manchmal Erbrechen können in angstbesetzten Situationen auftreten
- Bei Hyperventilation wird zu viel Kohlendioxid abgeatmet, der pH-Wert des Blutes steigt an und der Kalziumspiegel sinkt rasch
- #Die effektivste Behandlung von Angst besteht in der Konfrontation mit angstauslösenden Objekten, Situationen und Gedanken

[5] Schilddrüsenüberfunktion: Anzeichen, Auswirkungen und Behandlung (k.A.): unter https://www.st-augustinus-kliniken.de/chirurgie/schilddruesenueberfunktion (Stand: 21.02.2025)
- Herzrasen und innere Unruhe können auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) hindeuten
- Symptome der Schilddrüsenüberfunktion: schneller Puls, hoher Blutdruck, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, vermehrtes Schwitzen, Gewichtsabnahme, Muskelschwäche, Zittern, innere Unruhe, Nervosität, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen mit aggressiven Ausbrüchen, häufiger Stuhlgang, Zyklusstörungen, Haarausfall, Müdigkeit und Erschöpfung
- Häufigste Ursachen sind Schilddrüsenautonomie und Morbus Basedow, aber auch Entzündungen, Tumore, zu hohe Jodzufuhr oder Schilddrüsenhormontabletten können Auslöser sein